Akzente setzen. Pardon?!

Ich kann meine Faszination kaum in Worte fassen, denn auch wenn das heutige Beitragsbild auf den ersten Blick einfach lustig erscheint – auf den zweiten Blick offenbart es noch etwas Anderes. Zwei Spezies teilen sich ihre Nahrung. Wir bekommen das noch nicht einmal als eine Spezies hin. Na, wer ist jetzt die Krone der Schöpfung?! Und es gibt noch so Einiges, das man nicht sehen kann. Fremdsprachenkenntnisse, zum Beispiel. Die haben sich sowohl die Pferde, als auch die Büffel angeeignet. Manche mit fürchterlichem, non-verbalen Akzent. Aber immerhin, was für eine Leistung! Und so stammelt sich Barosan durch die Gegend: Er versucht also den Kopf nach vorn zu stecken und die Ohren anzulegen. Sieht meines Erachtens, nicht besonders gefährlich aus. Aber ich bin ja auch kein Pferd. Und offenbar kommt das besser an, als dieses ewige Kopf runter und Hornplatte zeigen. Die Pferdejungs konnten damit überhaupt nichts anfangen. Tja, wenn man selbst keine Hornplatte hat, kann man eben auch keine zeigen. Aber auch die Pferde haben etwas gelernt: energisches Kopfschütteln macht Eindruck. Die fehlenden Hörner muss man eben durch einen möglichst aggressiven Gesichtsausdruck wett machen. Hauptsache man ist von sich selbst überzeugt. Kozak hat das wirklich perfektioniert und ist jetzt sowas wie der Pate. Al Pacino hätte große Freude an seinem Talent und er ist ja auch so ein dunkler Typ. Jedenfalls muss er gar nichts mehr machen, die Reihen teilen sich wie das Rote Meer. Er schreitet dann hindurch. Obwohl… Es gibt einen, der sich wenig darum schert. Barosan. Der ist nach wie vor der Meinung, dass Pferde nur immer böse gucken, aber eigentlich ganz harmlose Typen sind. Das Erstaunliche ist – seine Masche funktioniert. So konnte ich heute dieses schöne Foto aufnehmen. Traute Zweisamkeit. Denn wenn man ehrlich ist, dann sind diese ganzen Zicken nicht wirklich ernst zu nehmen. So sind sie halt die Kerle. Und eins ist klar, wenn man(n) sich gut versteht, dann muss man überhaupt nicht reden. Und das funktioniert auch mit Akzent.

I can hardly put my fascination into words, because even if today’s picture seems funny at first glance – at second glance it reveals something else. Two species share their food. We don’t even get that as one species. Well, who is now the crown of creation ?! And there are still a few things that you cannot see. Foreign language skills, for example. They appropriated both the horses and the buffalo. Some with terrible, non-verbal accents. But at least what an achievement! And so Barosan stammered around: So he tried to stick his head forward and big ears. In my opinion, it doesn’t look particularly dangerous. But I’m not a horse either. And obviously that goes down better than this eternal head down and horn plate show. The horse boys couldn’t do anything with it. Well, if you don’t have a horn plate yourself, you can’t show one. But the horses have also learned something: vigorous shaking of the head makes an impression. You just have to make up for the missing horns with an aggressive facial expression. The main thing is to be convinced of yourself. Kozak really perfected that and is now something of the godfather. Al Pacino would have loved his talent and he’s such a dark guy. In any case, he doesn’t have to do anything anymore, the ranks are divided like the Red Sea. He then walks through. Although … there is one who cares little. Barosan. He is still of the opinion that horses only always look angry, but are actually quite harmless types. The amazing thing is – his scam works. So today I was able to take this beautiful photo. Sweet togetherness. Because if you are honest, then all these pranks are not really to be taken seriously. That’s the way they are guys. And one thing is clear, if you get along well, then you don’t have to talk at all. And that also works with a bad accent.

Vielleicht sollte ich auch mal Akzente setzen? Morgen mach ich mal einen auf dicke Hose und schrei mir nonverbal die Seele aus dem Leib…. 😉
Maybe I should also put some emphasis on something? Tomorrow I’ll be a bad girl and scream my head of- non-verbally …. 😉

Passt das?! Stucked!

Jetzt ist sie bequem geworden, hat gar nichts mehr gebloggt. Stimmt, aber das hatte einen Grund. „Du brauchst uns jetzt aber echt keinen vom Pferd erzählen!“ Doch genau das mach ich jetzt! Eigentlich war es ein ganz normaler Tag. Punkt 12 Uhr hatte ich das Heu-Buffet eröffnet und wollte gerade wieder gehen, weil ich noch Einiges zu erledigen hatte. Im Weggehen drehte ich mich noch einmal um. Ich wollte schon weitergehen, als mein Gehirn eine Fehlermeldung durchgab. – Überprüfe Pferd-Baum-Distanz-. Der Aufforderung kam ich nach und stellte fest, dass irgendetwas an dem Bild, das sich mir bot tatsächlich nicht stimmte. Haiduc stand genau zwischen zwei Tannen. Passgenau. Und jetzt schwante mir Übles: Er stand nicht zwischen zwei Bäumen, er klemmte dazwischen. Und sah mich hilfesuchend an. Mist. Ich stapfte zurück und schnell war klar, dass das irgendwie eine beklemmende Situation war und das in zweierlei Hinsicht! Er hing wirklich fest. Zu meinem und seinem großen Glück brach er nicht in Panik aus. Danke für die hartgesottenen Huzulen-Gene! Als ich seinen Kopf erreichte, schaute er mich hilfesuchend an, legte ihn auf meiner Schulter ab und seufzte. Wahrscheinlich war ihm das Ganze auch irgendwie etwas peinlich? Zu diesem Zeitpunkt waren wir beide noch guter Dinge und ich konnte es mir auch nicht verkneifen, die missliche Lage zu dokumentieren – zugegebenermaßen mit schlechtem Gewissen. Jedenfalls ahnte ich da noch nicht, was für eine Tortur uns beiden noch bevorstand. Fassen wir die Lage noch mal kurz zusammen: Ich stand , zusammen mit vier zu interessierten Büffeln, einem zwischen zwei Bäumen eingeklemmten, dickköpfigen Huzulen-Wallach und dessen völlig abgebrühtem Bruder in einer Waldfläche, die nur zu Fuß zugänglich war. Haiduc ist ein ehemaliges Kutschpferd und beherrscht das Kommando rückwärts. Eigentlich. Offenbat war er aber so paralysiert, dass nicht mehr viel davon abrufbar war. Leider fiel mir das erst auf, NACHDEM ich mehrere kleinere Baumstämme hinter ihm verräumt hatte. Das tat ich unter Aufbietung aller meiner Kräfte. Mehrfach rutschte ich aus und knallte auf den Stamm. NA BRAVO! Ich will es gar nicht beschönigen. Ich fluchte und heulte und flehte. Nichts half. Er ging nicht zurück. Er hatte sich in den Kopf gesetzt, vorwärts aus der Sache rauszukommen. Irgendwie tat er mir auch leid. Besonders als wir plötzlich Besuch bekamen…

Now she has become comfortable, has not blogged anything. True, but there was a reason. „You really don’t need to tell us a cock-and-horse story now!“ But that’s exactly what I’m doing now! It was actually a completely normal day. I opened the hay buffet at 12 o’clock sharp and was about to leave because I still had a lot to do. As I left, I turned around again. I was about to move on when my brain gave an error message. – Check horse-tree distance. I complied with the request and found that something was actually wrong with the picture that was presented to me. Haiduc stood exactly between two fir trees. Perfect fit. And now I was afraid: He wasn’t standing between two trees, he was stuck between them. And looked at me for help. Damn. I stomped back and it quickly became clear that this was kind of an oppressive situation and that in two ways! He was really stuck. Luckily for me and his, he didn’t panic. Thanks for the die-hard Hucul genes! When I reached his head, he looked at me for help, put it on my shoulder and sighed. Probably he was a little embarrassed about the whole thing? At that point, we were both still in good spirits and I couldn’t help documenting the predicament – admittedly with a bad conscience. In any case, I had no idea what kind of torture we both had to face. Let us summarize the situation again briefly: I was standing in a wooded area that was only accessible on foot with four buffalos who were too interested, a stubborn Hucul gelding wedged between two trees and his completely hardened brother. Haiduc is a former carriage horse and has command of backwards. Actually. Apparently he was so paralyzed that not much of it was available. Unfortunately, I only realized this AFTER I had cleared away several smaller tree trunks behind him. I did this with all my strength. I slipped several times and hit the trunk. NA BRAVO! I don’t want to gloss over it. I cursed and howled and pleaded. Nothing helped. He didn’t go back. He had got it into his head to get out of it. Somehow I felt sorry for him too. Especially when we suddenly got visitors …

Barosan kam zu uns und begutachtete fachmänisch die Lage. Offenbar war er fasziniert, dass er endlich mal in Ruhe das Hinterteil eines Pferdes beschnuppern konnte – ohne direkt angegiftet zu werden. Also machte er davon regen Gebrauch. Er parkte also genau hinter Haiduc und begann mit dem Wiederkäuen. Ehrlich gesagt, musste ich laut lachen. Tragik und Komik liegen eben nahe beieinander und Haiducs Gesichtsausdruck war tatsächlich unbezahlbar. Kein Comic-Pferd hätte komischer aussehen können. Allerdings hatten wir keine Zeit für Spielchen, also bestach ich Barosan mit einer Möhre und er zog von dannen. Wir steckten immer noch fest. Die Rinde der Tanne war bereits am Abröckkeln, also schob ich meine Finger zwischen Pferd und Baum und entfernte Zentimeter für Zentimeter unter Einsatz, meiner ebenfalls bröselnden Fingernägel. Schon sehr bald waren meine Hände zerschunden, aber Aufgeben kam nicht in Frage. Etliche Stunden und Nervenkrisen weiter, waren Haiduc und ich ganz schön abgekämpft. Bei dem Versuch ihn zu schieben, knallte sein Kopf gegen meinen Unterkiefer. Dabei biss ich mir so herzhaft in die Zunge, dass ich ersteinmal Blut spuckte. Ein Tiefpunkt meiner Karriere als Leitkuh. Ich brauchte eine Pause. Ich setzte mich also zu Decebal und lehnte mich an seinen großen kuscheligen Körper und jammerte: „Er versteht es nicht, er versteht es einfacht nicht. Ich liebe ihn, aber er ist dumm. Er ist das dümmste Pferd in der ganzen Gegend!“. Dochia schaute mich an und legte mir ihren Kopf auf meine Schulter. Ich blieb noch zwei Minuten sitzen, schämte mich wegen meiner Worte und hatte plötzlich einen Einfall…

Barosan approached us and professionally assessed the situation. Apparently he was fascinated that he could finally sniff the rear of a horse in peace – without being poisoned directly. So he made good use of it. Finally he parked right behind Haiduc and began to ruminate. To be honest, I had to laugh out loud. Tragedy and comedy are close together and Haiduc’s facial expression was actually priceless. No cartoon horse could have looked stranger. However, we didn’t have time for games, so I bribed Barosan with a carrot and he left. We were still stuck. The bark of the fir was already crumbling, so I pushed my fingers between the horse and the tree and removed centimeter by centimeter using my crumbling fingernails. Very soon my hands were bruised, but giving up was out of the question. Several hours and nervous crises on, Haiduc and I were exhausted. Trying to push him, his head slammed into my lower jaw. I bit my tongue so hard that I spat blood first. A low point in my career as a lead cow. I needed a break. So I sat down next to Decebal and leaned against his big, cuddly body and whined: „He doesn’t understand, he just doesn’t understand. I love him, but he’s stupid. He’s the stupidest horse in the whole area!“ Dochia looked at me and put her head on my shoulder. I sat there for two more minutes, felt ashamed of what I said and suddenly had an idea …

Ich spurtete quer durch den Wald, über die Wiesen, zu meinem Auto. Vorher hatte ich Haiduc versichert, dass ich baldmöglichst wiederkommen würde. Der nächste Supermarkt war mein Ziel: Ich brauchte ÖL! Wieder zurück im Wald machte ich davon reichlich Gebrauch. Dann schob ich das dicke Fell immer weiter nach vorne, Haiduc half mit und ruckelte hin und her. Dann klemmte ich mich hinter ihn und stemmte mich mit meinem ganzen Gewicht gegen ihn. Er streckte sich und dehnte den Hals, zog nach vorn und…

I sprinted across the forest, across the meadows, to my car. Before that I had assured Haiduc that I would come back as soon as possible. The next supermarket was my goal: I needed OIL! Back in the forest, I made ample use of it. Then I pushed the thick fur further and further forward, Haiduc helped and jerked back and forth. Then I clamped behind him and braced myself against him with all my weight. He stretched and stretched his neck, pulled forward and …

4,5 Stunden, viele Flüche, Tränen, blaue Flecken, Streicheleinheiten und Schweißtropfen später, war es vollbracht. Haiduc flutschte nach vorn zwischen den zwei Tannen hervor. Ich fiel vor Glück und Erschöpfung auf die Knie. Ich rappelte mich hoch und sah nach ihm. Er war auch müde, aber okay und hatte offenbar Hunger. Also schleppte ich mich zum Heulager und den Ballen und mich zu Haiduc. Er fing sofort an zu fressen. Plötzlich stoppte er, sah mich an und knabberte an meiner Schulter. „Alles gut, Du bist nicht dumm.“ sagte ich zu ihm. Er hörte auf zu knabbern, legte den schweren Kopf auf meine Schulter und schnaubte. „Du auch nicht!“ sollte das wohl heißen. Damit waren wir quitt! Und ehrlich gesagt, bin ich stolz auf ihn. Er hatte Nerven wie Drahtseile: Ich war hinter ihm, unter ihm, vor ihm, halb auf ihm und er war so geduldig und hat mir vertraut und mich machen lassen. Das zeugt von großer Intelligenz und Vertrauen. Und Eines hab ich gelernt aus der Sache: Fett ist nicht so schlecht, wie sein Ruf. Falls man es auf der Hüfte hat, sollte man engstehende Bäume jedoch meiden. Es sei denn, man möchte herausfinden, ob deine Freunde für dich durchs Feuer gehen…Hoffen wir mal, dass ich den Test bestanden habe!

4.5 hours, many curses, tears, bruises, caresses and drops of sweat later, it was done. Haiduc slipped forward between the two fir trees. I fell on my knees with happiness and exhaustion. I got up and looked after him. He was tired too, but okay and apparently hungry. So I dragged myself to the hay store and the bale and myself to Haiduc. He immediately started to eat. Suddenly he stopped, looked at me, and nibbled my shoulder. „All right, you are not stupid.“ I said to him. He stopped nibbling, laid his heavy head on my shoulder, and snorted. „You neither!“ should that mean. We were even with that! And honestly, I’m proud of him. He had nerves of steel: I was behind him, under him, in front of him, half on him and he was so patient and trusted me and let me do the job. That shows great intelligence und trust. And one thing I learned from it: fat is not as bad as its reputation. If you have it on your hip, however, you should avoid tight trees. Unless they want to find out if your friends are walking the line…Let’s hope I passed the test!

Das Beweisvideo gibt es später auf Instagram, da war ich noch zu Scherzen aufgelegt und ahnungslos wie lange wir dort hängen bleiben würden!
The video evidence is available on Instagram, I was still joking and didn’t know how long we would stay there!

Jeder hat sein Päckchen zu tragen…Hay-ray!

Heute ist einer dieser Tage. Einer dieser Tage, an denen man das idyllische Landleben irgendwie anders in Erinnerung hatte. Vorsicht! Jetzt kommt eine Jammer-Passage: Mein Rücken tut weh, mit meinen Händen könnte ich Katoffeln reiben und ich habe überall blaue Flecken. Die naturnahe Haltung fordert ihren Tribut. Momentan ist unsere Weidefläche zu nass, sodass die Tiere nicht überall hingelangen können. Die leichtgewichtigen Pferdejungs haben kaum Probleme, aber wenn man über eine Tonne Lebendgewicht auf die Waage bringt, dann sollte man sich genau überlegen, ob der Boden einen trägt. Instinkt ist eben alles! Nun zum unerfreulichen Teil, jedenfalls für mich. Damit die Tiere keine unfreiwillige Diät machen, bekommen sie jeden Tag etwas Heu zu fressen – den Rest der Ration stellen sie sich dann eigenständig zusammen. Aus naturschutzfachlichen Gründen, füttere ich nur an bestimmten Stellen. Man macht das unter Anderem so, damit keine Samen auf sensible Flächen fallen und sich dort ausbreiten. Die Sache hat nur einen Haken! Ich muss einen richtigen Marsch zurücklegen, um mein Heu loszuwerden. Also bedeutet das eine Kletterpartie, durchwaten von Tümpeln und Hindernisparcours zwischen Bäumen. Normalerweise sehe ich das einfach als Training. Fitnessstudios sind sowieso geschlossen – so what?! Aber heute war es richtig übel: Förster warnen davor, den Wald zu betreten. Dumm nur, wenn man Tiere dort stehen hat, die offenbar recht stoisch schwankenden Fichten gegenüber sind. Sie könnten natürlich auch woanders hingehen. Aber im Wald ist es wohl gemütlich, trotz oder gar wegen der tanzenden Tannen?! Heute lief bei meinem Crosslauf also auch noch die Uhr! Und was soll ich sagen: 27, 3 Minuten für die reine Heulieferung. Das ist Rekord! Vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen, dass so ein Heupäckchen rund 12, 5 Kilogramm wiegt. Die letzten Päckchen sind immer besonders schwere 12, 5 Kilogramm – ganz ehrlich! Aber wenn ich in die glücklichen Augen meiner Herdenmitglieder schaue und sie genüsslich kauen höre – ja dann ist die Welt plötzlich irgendwie in Ordnung. Ganz so, als wäre das Landleben immer so idyllisch gewesen. Deshalb jammere ich auch nicht mehr – ja, wirklich. Versprochen! Denn schließlich hat jeder sein Päckchen zu tragen – und keines könnte besser duften, als meins!

Today is one of those days. One of those days when you remembered idyllic country life somehow differently. Attention! Now comes a lament passage: My back hurts, I could rub potatoes with my hands and I have bruises everywhere. The near-natural attitude takes its toll. At the moment our pasture is too wet so that the animals cannot get everywhere. The lightweight horse boys hardly have any problems, but when you weigh over a ton of live weight, you should think carefully about whether the ground will carry you. Instinct is everything! Now for the unpleasant part, at least for me. So that the animals do not go into an involuntary diet, they are given some hay every day – they then put together the rest of the ration independently. For nature conservation reasons, I only feed in certain places. One of the things that is done is to prevent seeds from falling and spreading on sensitive biotopes. There is only one catch! I have to walk a real hike to get rid of my hay. So that means climbing, wading through pools and an obstacle course between trees. I usually just see this as training. Gyms are closed anyway – so what ?! But today it was really bad: foresters warn against entering the forest. It’s just stupid when you have animals standing there that are obviously quite stoically swaying spruce trees. You could of course go elsewhere. But it is cozy in the forest, despite or even because of the dancing fir trees ?! So today the clock was still running during my cross-country run! And what can I say: 27.3 minutes for the pure hay delivery. That’s a record! Perhaps I should briefly mention that such a hay package weighs around 12.5 kilograms. The last packages are always particularly heavy 12.5 kilograms – to be honest! But when I look into the happy eyes of my herd members and hear them chewing with relish – then suddenly the world is somehow all right. It’s as if country life had always been so idyllic. That’s why I don’t moan anymore – yes, really. Promised! After all, everyone has to carry their own package – and none could smell better than mine! Hayray!

Big Booty !

Gute Vorsätze schon über Bord geworfen? Keine Panik! Die Büffelei hilft in allen Lebenslagen und auch bei Krisen. Darum heute ein knackiges Video, das beweist dass auch die Kehrseite der Medaille oftmals ganz schön sexy sein kann. Selbstzweifel, Speckfaltenmessungen, kritische Blicke in den Spiegel? STOP! Hier nun der ultimative Clip für alle, die jemals an der eigenen Körperform gezweifelt haben. Büffel lieben ihre Rundungen – zu Recht wie ich finde! Die Fassform als Schönheitsideal. Tonne statt thigh gap. Fortschrittlich – und vielleicht können wir uns ja alle mal eine Scheibe abschneiden und uns locker machen, was gewisse Normen angeht. Ich bin den Büffelkurven jedenfalls völlig verfallen und ertappe mich regelmäßig dabei, dass ich touchy bin. Aber das kommt immer gut an. Naja, vielleicht bin ich beim Kuscheln ja etwas sperrig – meine spitzen Menschenknochen sind möglicherweise etwas ungemütlich?! Da muss ich dringend etwas tun…

Ich weise noch einmal ausdrücklich daraufhin, dass für das Video niemand belästigt wurde: Nur gucken, nicht anfassen kommt beim Büffel nicht gut an – deshalb muss ich mir das herzhafte Zugreifen, auch nicht verkneifen. Viel Spaß, ich esse jetzt erstmal ein Stück Walnusskuchen – damit ich gegen diese Big Booties nicht komplett ins Hintertreffen gerate… 😉

Beim ersten Mal tut ´s noch weh…

Neues Jahr = gute Vorsätze. Aber sind wir doch mal ehrlich, oft bleibt alles beim Alten. Wir gehen drei bis siebenmal hochmotiviert joggen, bevor der Schweinehund uns wieder eingeholt hat und uns ans Sofa fesselt. Auch das mit dem „gesünder kochen“ bleibt nicht lange warm. Aber keine Bange, nicht nur uns Menschen geht das so mit den lieben Angewohnheiten. Gestern, ich hatte gerade das Büffet ausgelegt, bekam ich eine eindrucksvolle Vorstellung von „das haben wir aber immer schon so gemacht“.

Nachdem ich sehr gewissenhaft und durch die örtlichen, geographischen Gegebenheiten auch nicht ganz unanstrengend, viele kleine Heuhaufen im Gelände platziert habe – war das alles für die Katz. Wer weiß, vielleicht hätte die ein oder andere Katze sogar noch den Anstand besessen, das GANZE Büffet abzugrasen. Jedenfalls interessierte es niemanden auch nur die Bohne, dass ich mir so viel Müge gemacht hatte. Im Gegenteil! Weder Büffel, noch Pferde machten Anstalten allen Fressstationen mal einen Besuch abzustatten. Selbst Dochia, normalerweise ein Musterbeispiel an Verstand, hatte offenbar einen Is-mir-egal-Tag. Ich kriegte die Krise. Alle sechs Tiere quetschten sich auf eine Mini-Lichtung, um alle genau dort zu fressen. Natürlich schob man sich dabei und der ein oder andere freundschaftliche Knuff wurde ausgeteilt. Vier Meter weiter, lagen herrlich duftende Heuhaufen verwaist und hin und wieder rieselten aus den hohen Tannen ein paar puderzuckerhafte Schneegeriesel. Ich glaub, ich steh im Wald. Fassungslos schaute ich dem Treiben zu und hoffte inständig, dass nicht so viele Spaziergänger unterwegs sein würden. Leicht konnte da ein völlig falscher Eindruck entstehen.

„Büffelbäuerin lasst Tiere darben“. Gott, was für eine grauenhafte Schlagzeile! Dabei müsste es eher heißen „Die ungewöhnlichen Geschichte der Büffelbäuerin, die schreiend in den Wald lief und dort verschwand.“. Ich versuchte einzelne Tiere zu locken. Mit sensationellem Erfolg – die Herde wechselte geschlossen den Fressplatz. Der Herdentrieb, das Biest – wart nur wenn ich Dich erwische! Ein Gutes hat die ganze Sache: Ich bin viel an der frischen Luft und schleppe Heupäckchen durch die Gegend. Fitnessstudios sind geschlossen? Pah, juckt mich nicht! 12,5 Kilogramm sind in unwegsamem Gelände plötzlich nicht mehr so handlich. Meine Arme sind im Frühling schön definiert, das ist auch was wert. Außerdem habe ich jetzt auch noch zwei Hörner. Kleine, zugegeben! Das Eine holte ich mir beim Versuch, mit einem Heu-Päckchen, eine Abkürzung durchs Dickicht zu nehmen, Kratzer inklusive. Das Andere erlangte ich spektakulärer. Es wurde eng auf dem Fressplatz. Zu eng für meinen Geschmack. Also hatte ich die tolle Idee, das Heu-Päckchen einen kleinen Hang hochzuschleppen. Ich schulterte also das Ding und stapfte los. Irgendwie kam mir der Anstieg aber extrem beschwerlich vor, vielleicht lag es daran dass Barosan das Päckchen schon anknabberte und heftig daran zog. Eine kurzes Wortgefecht entstand, das lenkte aber nur die Aufmerksamkeit auf mich als lebendes Büffet. Ich hörte mich noch „Schluss jetzt!“ sagen, dann wollte ich meinen Aufsteig fortsetzen. Der tief hängende Ast war offenbar not amused und knallte mir eins vor die Stirn. Und zwar so heftig, dass ich mich spontan entschloss mich hinzusetzen. Vöglein umzwitscherten mein Hirn.

Das Heupäckchen wurde noch an Ort und Stelle fachmänisch geöffnet – also nicht von mir. Ich saß noch eine ganze Weile an eine Tanne gelehnt und wartete darauf, dass sie Vöglein nach Hause fliegen würden. Offenbar machte ich einen ziemlich hilflosen Eindruck, denn Dochia kam tatsächlich um nach mir zu sehen. Sie blieb eine Zeit lang bei mir stehen und ich nutzte die Gelegenheit und zog mich an ihr hoch. Sie schaute mich an. Mein Horn wuchs, rot und kräftig. Sie schleckte mir das Gesicht ab. Wahrscheinlich war sie froh, dass ich jetzt endlich auch Hörner bekam. „Beim ersten Mal tut´s noch weh – aber warte mal wenn das draußen ist. Das wird ganz prima!“ Wer hatte das gesagt? Mein Schädel brummte. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht der Horntyp? Zukünftig werde ich also versuchen, zu verzichten. Na, dann wird Dochia wohl ziemlich enttäuscht sein…