Könnt ihr verg-Essen/Snacks happen

Gestern hatte ich noch groß getönt, dass es heute Teil 2 meiner Expedition geben würde. Aber leider macht mir gerade das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Heute gibt es also etwas aus der Konserve. Also nur den Beitrag! Der Inhalt desselbigen ist natürlich frisch. Und ein Versprechen kann ich nun doch halten: Es wird kulinarisch. Bei so einem jähen Ende des Winterzaubers kann man sich zum Trost, getrost etwas gönnen. Nicht aus der Dose präsentiere ich heute ein leckeres, alltagstaugliches und (eingeschworene Fleischesser überlesen das jetzt bitte einfach!) veganes Gericht auf den Teller. Eigentlich ist es nur in Teig getunkter, gebackener Blumenkohl mit Kartoffeln. Klingt langweilig? Moment…

Vegane Chicken Wings mit selbstgemachter BBQ-Soße und feurig-scharfen Ofenkartoffeln.

Yesterday I had made a big announcement that there would be part 2 of my expedition today. But unfortunately the weather is putting a spanner in the works. So today there is something canned. So only the contribution! The content of the same is of course fresh. And now I can keep one promise: it will be culinary. With such a sudden end to the winter magic, you can confidently treat yourself to something as a consolation. Today I am not presenting a delicious, everyday and (sworn meat-eaters, please just skip this!) Vegan dish on the plate today. It’s actually just baked cauliflower with potatoes dipped in batter. Sounds boring? Moment…

Vegan chicken wings with homemade BBQ sauce and spicy, hot baked potatoes.

So besser?! Namen sind ja sowieso Schall und Rauch, Hauptsache ist doch, dass es schmeckt- und man nicht den halben Tag dafür in der Küche stehen muss. In der Zeit kann man doch lieber ein gutes Buch oder einen Blog lesen. 😉

So better?! Names are smoke and mirrors anyway, the main thing is that it tastes good – and that you don’t have to stand in the kitchen for half the day. During that time you can rather read a good book or a blog. 😉

Die Zubereitung ist also einfach / So the preparation is simple:

Erstmal den Teig herstellen/First make the dough:

  • 100 g Vollkornmehl (Weizenmehl geht natürlich auch) / whole wheat flour (normal does it too)
  • 180 ml Wasser / water
  • 2 Tl Knoblauchpulver / 2 TS garlic powder
  • 2 Tl edelsüßes Paprikapulver / 2 TS sweet paprika powder
  • Salz / salt
  • Pfeffer / pepper

Blumenkohl putzen und in mittelgroße Röschen zerteilen. Teig anrühren. Blumkohl im Teig schwenken, etwas abtropfen lassen. Auf ein Backblech legen und ab in den Ofen. 220 Grad, so um die 15 Minuten.

Clean the cauliflower and cut into medium-sized florets. Mix the dough. Toss the cauliflower in the batter, drain a little. Place on a baking sheet and put in the oven. 220 degrees, around 15 minutes.

Währenddessen kann man die BBQ Soße fertigen/ Let´s start with the sauce:

  • 500 ml passierte Tomaten / sieved tomatos
  • Knoblauch gepresst / pressed garlic
  • Räuchersalz / smoked salt
  • Paprika rosenscharf / hot paprika powder
  • Pfeffer / pepper
  • 1 Schuss Öl / some oil

Bei den Gewürzen kann man nach eigenen Vorlieben varieren, sogar Kakao kann man dazumischen. Aber bitte nur den echten, kein Instantpulver! Gibt der Soße eine schöne Farbe – das funktioniert übrigens auch wunderbar bei Chili con/sin Carne. 🙂 Wenn alles gut vermischt ist, kann es auch schon weitergehen. Das Blech mit dem Blumenkohl aus dem Ofen holen und die Wings mit der Soße glasieren. Dann das Ganze nochmals für 15-20 Minuten backen. Es darf ruhig ein wenig braun werden. Wer es richtig knusprig mag, der kann auch noch Paniermehl drüberstreuen – ist jedoch kein Muss.

You can vary the spices according to your own preferences, you can even add cocoa. But only the real powder, no instant powder, please! Gives the sauce a nice color – this also works wonderfully with chili con / sin carne. 🙂 If everything is mixed well, it can go on. Take the tray with the cauliflower out of the oven and glaze the wings with the sauce. Then bake the whole thing again for 15-20 minutes. It can get a little brown. If you like it really crispy, you can also sprinkle breadcrumbs on top – but it’s not a must.

Zum Glück habe ich Euch doch noch ordentlich abgefüttert. Also könnt ihr doch noch verg(üglich)-Essen! 😋😉
Fortunately, I still fed you properly. And my contribution wasn’t just hot air. So…snacks happen!😋😉

Schlacht am Buffet

Gestern war es soweit, das erste Heu des Jahres kam auf den Tisch. Pardon, auf die Wiese. Wer jetzt keine Lust hat weiterzulesen, sollte das noch einmal überdenken. Ja, es klingt unspektakulär, aber die Schlacht am Buffet wird recht schnell abenteuerlich, wenn Büffel mit von der Partie sind.

Das liegt daran, dass der Büffel eine fürchtliche, aggressive, nahezu beängstigende…Hilfsbereitschaft an den Tag legt. Deshalb bin ich dazu übergegangen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, eine Art „Schleusensystem“ aufzubauen. Nein, nicht weil die Hornträger durch das offene Tor abhauen könnten. So dumm ist niemand, sich kurz vor Eröffnung des Buffets vom Acker zu machen. Es ist eher die fanatische Hilfsbereitschaft des Büffels, die mich, die eher schwächliche Spezies vor Herausforderungen stellt: Eigentlich ist es ganz einfach! Das Kunststoffnetz muss vom Heuballen runter. Kein Netz = Guten Appetit. Das wissen auch die Büffel und sind überaus bemüht, die Sache schnell zu erledigen. Also helfen alle mit. Leider. Dabei ist jeder einzelne der Meinung, er könne das am Besten erledigen. Dochia und Florica, die Büffelmädels, versuchen also eine Hornspitze in das Netz einzufädeln, um dann daran zu ziehen. Meistens in entgegengesetzte Richtungen. Schräg gegenüber ist Decebal damit beschäftigt, das Netz mit seinem Riesenhorn aufzuschlitzen. Das erfordert Kraft und großräumige Schwenkaktionen. Dabei hebt er den Ballen meist etwas an und lässt ihn dann wieder auf die Erde knallen. In ihrer strukturierten Vorgehensweise gestört, quittieren das die Damen meist mit eigenen Aktionen. Barosan ist der Meinung, dass man das alles mit roher Kraft erledigen kann. Er schubst und schiebt den Ballen also vor sich her.

Mein „Schleusensystem“ entstand, weil ich selbst einmal in der Schlacht am kalten Buffet kämpfte. Auf mehr oder weniger verloren Posten. Denn dieses Mal musste ich mir alles hart erkämpfen: Einmal manövrierte ich mich unter dicken, schwarzen Köpfen, zwischen vielen Beinen und an etlichen Hörnern vorbei, bis die Lage doch ziemlich unübersichtlich wurde. Die Hilfsbereitschafte erlangte ihren Höhepunkt und wurde mir etwas zu enthusiastisch. Also kletterte ich auf den Ballen, um ihn dann von oben abrollen zu können. Seitdem kann ich problemlos und ohne mich zu blamieren an einem Rodeo teilnehmen. Das Ganze wurde ein Höllenritt. Denn nun war die menschliche Leitkuh aus der Gefahrenzone und man konnte endlich richtig arbeiten – ohne auf schwächliche Konstitution Rücksicht nehmen zu müssen. Ich krallte mich mit einer Hand im Heu fest und versuchte mit der anderen das Netz abzuwicklen. Mich immer um die eigene Achse drehend und Hörnern ausweichend, die urplötzlich wie Speere am Rand hervorschossen. Indiana Jones sank in meiner Achtung: Der Tempel des Todes? Kindergarten! Trotz meiner misslichen Lage, dachte ich noch daran, was für ein Bild ich für mögliche Zuschauer abgeben musste.

Während ich also auf einem wild gewordenen Heuballen mein Bestes gab, standen Kozak und Haiduc einige Meter entfernt und sahen sich das Spielchen an: „Ich habe gleich gesagt, die bleibt länger oben als man denkt!“ „Das lässt sich leicht beim nächsten Ausritt überprüfen!“. Jedenfalls waren sie keine große Hilfe, immerhin wälzte sich aber auch niemand vor Lachen auf dem Boden. Irgendwann lag ich kopfüber, bäuchlings auf dem Heu und ein riesiges Auge blickte mich an. Die letzte Runde Netz rollte ab und ich robbte mich zurück auf den Ballen. Sofort kehrte Ruhe ein. Ich packte das Netz zusammen, stellte mich langsam auf und klopfte mir das Heu aus der Kleidung. Irgendwie wartete ich auf den einsetztenden Applaus. Ich war bereit mich zu verbeugen – aber niemand klatschte. Außer mir eine nasse, rauhe, blaue Zunge ins Gesicht. Barosan bedankte sich. Für das Heu? Oder für meinen heldenhaften Auftritt in der Schlacht ums Buffet – schwer zu sagen. Ist auch egal – na dann Guten Appetit!